UNERHÖRT-Foren

Laden auch Sie vor Ort zum offenen Diakog ein

Im Sommer 2018 veranstaltete die Diakonie Deutschland zusammen mit diakonischen Einrichtungen erste UNERHÖRT!-Foren. Zielsetzung ist, mit den Menschen vor Ort - die sich vielfach nicht gehört fühlen - ins Gespräch zu kommen. Das ZUHÖREN ist dabei das zentrale Veranstaltungselement. Dieses Format soll 2019 weiter umgesetzt werden. Wir geben Impulse und Anregungen.

Im August 2018 besuchte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie Niedersachsen, hörte zu und informierte sich über die sozialen Probleme in Syke und Wilhelmshaven. „Wir wollen Fragen und Diskussionen auslösen", erklärte Lilie. An beiden Orten tauchten im letzten Jahr Plakate der Bundeskampagne auf. Unerhört diese Wohnungslose, Unerhört diese Flüchtlinge. Plötzlich war die Diakonie in der Diskussion.

Die UNERHÖRT-Foren leben davon, dass Menschen ihre Sorgen und Nöte direkt an Politiker und gesellschaftliche Entscheidungsträger weitergeben. Eine gute Vorbereitung, ein gut besetztes Diskussionspodium und die Einbindung lokaler Medien sind notwendig. Bei niedrigschwelligen Veranstaltungen an öffentlichen Orten ist es hilfreich, wenn die Bürgerinnen und Bürger direkt angesprochen und eingeladen werden, ihre Anliegen, Wünsche und Kritik zu äußern.

Die Diakonie in Niedersachsen regt an, dass an vielen Orten Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen in diesem Jahr zum offenen Dialog einladen.

Die Woche der Diakonie im September aber auch der Reformationstag sind gute Gelegenheiten, um zuzuhören und sich den gesellschaftlichen und politischen Fragen vor Ort zu stellen. Viele Menschen vor Ort fühlen sich nicht gehört und es ist gut, wenn die Diakonie zuhört. Der Vorstand sowie die Referenten der Diakonie in Niedersachsen unter-
stützen gerne Ihre Veranstaltung. Zur Terminabsprache senden Sie eine Mail an pressestelle@diakonie-nds.de

UNERHÖRT!-Forenformate

  • Variante S: „Gottesdienst"
    Ein oder zwei „unerhörte" Personen berichten im Gottesdienst über ihre Situation. Die lokale Gemeindepolitik wird eingeladen, und beim Kirchkaffee wird miteinander diskutiert. Ziel: Miteinander ins Gespräch kommen.
  • Variante M: „zuhören"
    Gesprächsveranstaltung(en) mit verschiedenen Personen aus Kirche, Diakonie, Politik und Gesellschaft, bei der auch „unerhörte" Personen zu Wort kommen. Ziel: Miteinander ins Gespräch kommen und lokale Medien erreichen.
  • Variante L: „Positionierung"
    Podiumsdiskussion mit Prominenz aus Politik (z.B. Bürgermeister/in), Diakonie (z.B. Diakoniepastor/in), Kirche (z.B. Landessuperintendent/in) und Gesellschaft. Ziel: Die landesweiten Medien erreichen, sich politisch positionieren und einen Beitrag zur aktuellen gesellschaftspolitischenDiskussion leisten.