Kathrin Harms / Diakonie Deutschland
Kathrin Harms / Diakonie Deutschland

MITREDEN!

vom 6. bis 13. September 2020

Das Jahresthema der Diakonie in Niedersachsen lädt zunächst ein, zu hören. Auf die, die nicht im Mittelpunkt stehen und denen sonst keiner zuhört. Auf die, die sonst nicht wahrgenommen werden. Was haben sie zu sagen? Wie sehen sie die Welt, was denken sie über die Zukunft, über Chancengerechtigkeit, die Verteilung der Möglichkeiten? Was sind ihre Hoffnungen, ihre Zweifel, ihre Sorgen, ihre Wünsche und Träume?

Als Diakonie in Niedersachsen haben wir den Anspruch, dass wir uns denen zuwenden, die mit Sorgen und Nöten belastet sind, die sonst wenig zum Zuge kommen. Wir wollen uns in diesem Jahr auch selbst fragen: Hören wir genug zu? Nehmen wir uns genug Zeit, den Standpunkt des und der anderen kennenzulernen? Oder wissen wir gleich schon die Antwort? Haben wir schnell die Heimwerkermütze aufgesetzt und basteln an Lösungen für andere, ohne das Problem genau zu kennen?

Mitreden. Das bedeutet zunächst: Andere reden lassen und zuhören. Wer gut zuhören kann, erfährt eine andere Sicht auf das Leben, lässt sein Denken korrigieren durch Lebensgeschichten, Erfahrungen, Meinungen anderer Menschen.

Mitreden. Das bedeutet dann: Partei ergreifen. Für das Recht und die Schwachen. Sich nicht heraushalten, nicht im Sowohl-als-auch bleiben. Stellung beziehen. Sich eine Meinung bilden. Sich auf eine Seite schlagen. Ja, auch laut werden, dort wo wir erkennen, dass sich etwas ändern muss.

Mit Haltung reden. Manchmal muss man etwas sagen. Ja, manchmal muss man auch streiten oder Nein sagen. Nicht aus Prinzip oder aus Lust am Streit. Sondern für die Menschen, die in der Diakonie einen Ort der Hoffnung sehen, wo ihre Angelegenheiten gehört werden und nach Antworten gesucht wird.

Diakonie, das heißt in der griechischen Urbedeutung übrigens auch: Im Auftrag eines anderen eine Botschaft überbringen. Im Auftrag Jesu und im Auftrag der benachteiligten Menschen deren Sache vorbringen und stark machen. Mitreden ist also ein Grundauftrag diakonischen Handelns. Wir sind gespannt, welche Themen wir in diesem Jahr hören und bereden.

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Mit Haltung reden

Wir wollen nicht streiten um des Streits willen. Aber um der gerechten Sache willen. Und für die Menschen, die in der Diakonie einen Ort der Hoffnung sehen, wo ihre Angelegenheiten gehört werden und nach Antworten gesucht wird.

Diakonie, das heißt in der griechischen Urbedeutung übrigens auch: Im Auftrag eines anderen eine Botschaft überbringen. Im Auftrag Jesu und im Auftrag der benachteiligten Menschen deren Sache vorbringen und stark machen. Mitreden ist also ein Grundauftrag diakonischen Handelns.

 

Sie sind eingeladen, die Woche der Diakonie 2020 aktiv mit zu gestalten

2020 werden wir als Landesverband in Niedersachsen einen eigenen Akzent setzen und dabei die bundesweite UNERHÖRT-Kampagne im Blick behalten. Wir wollen mit Menschen reden, die sich nicht gehört fühlen. Wir wollen Menschen zuhören und ihre Anliegen in den politischen Diskurs einbringen. Als wichtiger Akteur in den Städten und gemeinden wollen wir MITREDEN!

Zur "Woche der Diakonie" werden wir ein spezielles Gottesdienst-Materialheft erstellen und Kirchengemeinden sowie diakonische Einrichtungen Plakate Kampagne zusenden.

  • Auf Ihren Internetseiten und in Ihren Jahresberichten können Sie Menschen zu Wort kommen lassen.
  • Feiern Sie spezielle Gottesdienste und laden anschließend zum MITREDEN ein
  • Berichten Sie in Ihren Gemeindezeitungen und schaffen Möglichkeiten zum miteinander Reden.
  • MITREDEN ist auch auf Ihren Social-Media-Kanälen möglich. Bringen Sie sich in Diskussionen ein. Vernetzen Sie sich unter #zuhören
  • Veranstalten Sie Nachbarschaftsfeste und laden Sie ein zu einer offenen Gesellschaft
  • Aktiv Mitreden: Suchen Sie den direkten Kontakt zu Ihren örtlichen Zeitungsredaktionen, wenn UNERHÖRT-Plakate in ihrem Umfald auftauchen.

Wir sind gespannt, welche Themen wir in diesem Jahr hören und bereden.

Die Kampagnenseite der Bundesdiakonie: www.unerhört.de